„Beobachten-Verfolgen -Zersetzen“- 28 Jahre nach der Stasi und noch kein Ende?

Und die Frage:

Warum ein weißer Blumentopf in Elsterwerda (einer Kleinstadt in Südbrandenburg) für die Stasi von Interesse war?

(Dieser Beitrag von mir wurde am 19.11.2017 schon auf einer anderer Blogseite veröffentlicht)

Beitrag zu einem interessanten Vortrag über das Wirken der Stasi in unserer Kleinstadt im Landkreis Elbe-Elster, in Südbrandenburg und heutige Zusammenhänge.

von Matze Lentzsch

Vortrag Stasi in Elterwerda 3

© by Matze Lentzsch

„Beobachten-Verfolgen -Zersetzen“

Dies war der Titel eines Vortragabends, am 10.11.17 in der Stadtbibliothek Elsterwerda, in dem es um das Wirken des Staatssicherheitsdienstes der DDR im Kreis Bad Liebenwerda und hier speziell auch in Elsterwerda ging.

Beinahe 120 Bürger und Bürgerinnen waren dazu in die Stadtbibliothek nach Elsterwerda gekommen.

Dem Vortrag ging einer interessante Ausstellung zu diesem Thema voraus, die noch bis Ende November zu sehen sein wird.

Frau Dr. Maria Nooke, Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur und der Referent Rüdiger Sielaff von der Außenstelle Frankfurt-Oder, der Stasi-Unterlagenbehörde hatten an diesem Tag noch Verstärkung mitgebracht.

https://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/Bildung/Bilder/bildungsorte_bild.jpg?__blob=normal

Man konnte vor Ort Anträge auf Einsicht in die Akten der Stasi beantragen und die Mitarbeiter beantworteten Fragen, was von den Besuchern auch rege in Anspruch angenommen wurde.

Antrag auf akteneinsicht.png

© by Matze Lentzsch

Herr Sielaff schilderte in sehr anschaulichen Worten, untermalt von vielen Bildbeispielen, wie das MfS seine Bürger in der DDR bespitzelte und sich in jegliche Bereiche des Lebens einmischte.

Ob jung, ob alt, ob Arbeiter, Künstler, Arzt oder Landwirt, niemand war sicher vor den Spitzelein der IM‘ s.

Und keiner war gefeit davor, einen IM (Informeller Mitarbeiter) in seinem unmittelbaren Freundes-, Verwandten-, oder Kollegenkreis zu haben.

Diese IM ’s nach dem Zusammenbruch der DDR zu enttarnen, ist allerdings noch heute eine wahre Sisyphusarbeit für die Mitarbeiter der Behörde, denn in den peinlich genau geführten Akten wurde jeder IM mit einem Decknamen geführt.

Im Raum Elsterwerda (meiner Geburtsstadt) gab es Decknamen, wie „Meyer“, dessen Enttarnung erst 2006 größeres Aufsehen, in der Region erregte, „Bernhardt Jäger“, „Knuth Müller“, „Egon Sander“, „Elster“, u.v.a.

Auch gab es in Elsterwerda viele konspirative Wohnungen und Objekte der Stasi. Objekte die ebenfalls Decknamen trugen.

 

Objekt: „Jagen“ – Nebengebäude am Rathaus, „Anna“ – August-Bebel-Straße, „Schüler“ – Bahnhofstraße, „Egon Sander“ – Breite Straße (Kinderzimmer), u.v.a.

Hier Objekt:“Thom“ – Feuerwehrdepot in der Burgstraße.

http://www.feuerwehr-elsterwerda.de/wpimages/wp6071ddf0_05_06.jpg

Diese Objekte wurden für konspirative Treffen der Führungsoffiziere mit ihren spitzelnden IM‘ s genutzt, um deren Ergebnisse zu dokumentieren.

Von Interesse war alles, was in der DDR als staatsgefährdend oder staatsfeindlich galt und dies waren auch skurrile Dinge.

Es reichte schon verwandtschaftliche Kontakte in das NSW (Nichtsozialistisches Warenland) zu haben. Dem Staat kritisch gegenüber zu stehen, in der Kirche zu sein, aus der DDR ausreisen zu wollen oder nicht zur Wahl zu gehen.

Ganz zu schweigen davon, einen Wahlschein ungültig zu machen.

Vortrag Stasi in Elterwerda 2.jpg

© by Matze Lentzsch

http://www.maz-online.de/var/storage/images/maz/import/bilder/2017/4/stasi-spitzel-registrierten-wer-mit-seinem-stimmzettel-in-die-wahlkabine-gegangen-ist-oder-wer-gar-nicht-gewaehlt-hat/567687920-2-g

In den letzten Tagen des Regimes wurden jedoch viele Akten in aller Eile vernichtet.

Nachdem Papierschredder außer Betrieb waren und die Öfen der Heizkraftwerke nicht mehr zum verbrennen der Akten zur Verfügung standen, zerriss man Akten und Karteikarten per Hand.

Diese noch erhaltenen Papierschnipsel zu rekonstruieren ist eine Arbeit, die auch heute, nach knapp 28 Jahren immer wieder neue Erkenntnisse zu Tage fördert.

https://www.welt.de/img/geschichte/mobile112249078/7681624807-ci23x11-w1920/Archiv-der-DDR-Staatssicherheit.jpg

Herr Sielaff konstatierte, dass die gesammelten MfS-Akten in der gesamten Stasi-Unterlagenbehörde, aneinandergereiht, aufrecht stehend, Blatt an Blatt, ca. 110 Kilometer ergeben.

Verwunderlich für unseren Kreis Bad Liebenwerda aber ist, im Vergleich zu anderen Kreisen und dem Gesamtfund an Akten, hat man nur rund 10,5 Meter Unterlagen über unseren Kreis gefunden.

Das sei so gut, wie „Nichts“, so Herr Sielaff.

http://www.badische-zeitung.de/loerrach/der-arm-der-stasi-reichte-bis-nach-loerrach–54685109.html

Ebenso der Vergleich mit den 1560 blauen Plastik-, oder Papiersäcken aus der gesamten, ehemaligen DDR, in denen sich von Hand zerrissene Karteikarten und Akten befanden.

Auch hier gibt es nur 18 Säcke mit von Hand zerrissene Material aus unserem Kreis Bad Liebenwerda.

http://media0.faz.net/ppmedia/video/1878928770/1.906358/media_in_article_small_original/tausende-saecke-mit.jpg

Ganz augenscheinlich war man im Herbst 89 bei der Vernichtung der Akten in Bad Liebenwerda sehr effektiv und somit blieb und bleibt vieles im Dunkeln, denn nachweislich zählte im Jahre 1989 die Kreisdienststelle der Stasi 36 hauptamtliche, inoffizielle Mitarbeiter (HIM).

Dazu kamen 320 Leute, die als inoffiziell Mitarbeiter (IM) angeworben wurden und fortan Verwandte, Kollegen, Freunde und manchmal sogar Partner ausspionierten.

Im gesamten Bezirk Cottbus, gab es etwa 10.000 IM‘ s und HIM‘ s und das bei knapp 884.700 Einwohnern.

Wer andere anschwärzte, den belohnten die Genossen immer wieder mit Präsenten. Mal gab es eine Flasche Goldbrand oder ein Päckchen Rondo, mal eine Schachtel Club-Zigaretten oder ein paar Strumpfhosen aber auch finanzielle Zuwendungen. „Jeder informelle Mitarbeiter hatte eine sogenannte Quittungsakte“, berichtete Rüdiger Sielaff.

Für das MfS hauptamtlich zu spitzeln, zahlte sich ebenso aus. Während der Durchschnittsverdienst eines DDR-Normalbürgers bei etwa 800,- bis 1000,- DDR-Mark lag, bezogen die HIM‘ s in den mittleren Ebenen etwa 2000,- und die höheren Ränge 3000,- DDR-Mark oder gar noch mehr. Zudem genossen diese noch andere Privilegien.

http://weimark.de/pics/ostgeld.png

https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSLqcz7ykaecsSXNhtb4hzXre2RDUp2eepVmqqrf8m8SjFeOaIn

Herr Sielaff ging im Vortrag auch näher auf die damalige Situation in Elsterwerda ein.

So manche Informationen die in den Akten als Vorgänge gefunden wurden, wirkten so skurril, dass man sich ein Lachen nicht verkneifen konnte.

Eine weißte Schleife an der Autoantenne z.B. gab der Stasi Anlass zum Handeln, war man doch eine Zeit lang der Meinung, dass dies ein Symbol für die Ausreisewilligkeit aus der DDR sei.

Die Volkspolizei wurde damals angehalten, diese Fahrer zu kontrollieren und sie zu erfassen, wobei man sich des Öfteren dabei auch blamierte. War diese Schleife doch auch damals schon ein Symbol für frisch verheiratete Paare, die sich auf dem Weg in die Flitterwochen befanden.

Solche skurrilen Beispiele waren keine Seltenheit.

Was es nun mit diesem weißen Blumentopf auf sich hatte, klärte Herr Sielaff am Ende auch auf. Dieser weiße Blumentopf in einem Fenster einer konspirativen Wohnung in Elsterwerda bedeutete:

„Halt, kein Zutritt, im Moment ist gerade ein Führungsoffizier mit seinem IM zum Informationsaustausch in dieser Wohnung.“

Projekt1
Da diese Objekte von mehreren Führungsoffizieren und deren IMs genutzt wurden, war dies notwendig, damit sich die Spitzeltreffen nicht überschnitten.

Auf die Frage an Herrn Sielaff und Frau Nooke, ob man genau wisse, dass heute und auch in den Jahren nach der Wende keine ehemaligen MfS Mitarbeiter in Behörden oder im öffentlichen Dienst saßen und sitzen, meinte Herr Sielaff lächelnd, er denke, dass 2006 eine echte Gerechtigkeitslücke in unserem Land entstanden sei.

https://www.welt.de/img/politik/deutschland/mobile100153725/0261623037-ci23x11-w1280/stasi-DW-Politik-berlin-jpg.jpg

Auf diesem Bild auch zu sehen der Abgeordnete unserer Region, mit dem Decknamen:„Meyer“. Enttarnt 2006.

Ebenfalls 2006 beschloss der Bundestag, dass es eine generelle Regelüberprüfung für alle Mitarbeiter im öffentlichen Dienst auf Spitzeltätigkeit künftig nicht mehr geben sollte.

Die Prüfungen wurde von da an nur noch auf Politiker und Spitzenbeamte beschränkt (so fern Akten noch vorhanden).

Und dies, obwohl man, wie bei „Meyer“, seit 2006, durch die Rekonstruktion der z.T. zerrissenen Akten zu neuen Erkenntnissen gekommen ist.

Zitat Artikel der Welt von 2009

>>In Brandenburg kandidieren acht Zuträger der DDR-Staatssicherheit auf den Listen der Linkspartei für Bundes- und Landtag. Eine derart hohe Zahl gibt es in keinem anderen Bundesland.

Dass die SPD darüber nachsichtig hinwegsieht, hat Tradition:

Der langjährige Ministerpräsident Stolpe (SPD) pflegte auch Stasi-Kontakte.<<

https://www.welt.de/politik/deutschland/article4611336/Stasi-Spitzel-draengen-fuer-Linke-in-die-Parlamente.html

Das rege Interesse und die anschließende, längere Diskussion, der sich Frau Nooke und Herr Sielaff bereitwillig stellten, ließ die Meinung vieler Besucher dieses interessanten Vortrages erkennen, dass diese Thema noch lange nicht aufgearbeitet ist.

https://www.demokratie-statt-diktatur.de/DSD/DE/Home/_header.jpg?__blob=normal

Auch, dass wir als Bürger wachsam sein müssen, dass in unserer demokratischen Gesellschaft, in der mittlerweile auch schon hier und da versucht wird offene Meinungen auf politischer Ebene zu beschneiden, unsere Demokratie nicht abermals einer Meinungsdoktrin und einem Überwachungsstaat weicht.

Beispiele dafür:

Einsatz des Bundestrojaner: http://www.moz.de/landkreise/oberhavel/hennigsdorf/hennigsdorf-artikel/dg/0/1/979783/

und das sehr zweifelhafte Netzwerkdurchsetzungsgesetz des Herrn Maas, mit dem man, unter dem Vorwand Hassbotschaften zu löschen, eher gern regierungskritische Stimmen mundtot zu machen versucht:https://www.compact-online.de/endloesung-fuer-die-meinungsfreiheit-netzwerkdurchsuchungsgesetz-tritt-freitag-in-kraft/

Informativ dazu der Artikel von Ines Laufer:

„Die ersten Straflager für politische Gegner sind nur noch eine Frage der Zeit…“

Keine Gerechtigkeit für Kritiker in Deutschland (Foto: Shutterstock)

http://www.journalistenwatch.com/2017/09/04/ines-laufer-die-ersten-straflager-fuer-politische-gegner-sind-nur-noch-eine-frage-der-zeit/

https://maccoach.files.wordpress.com/2017/04/stasinsafacebook.jpg

Bedenklich im Bezug auf unsere, heutige Zeit, dass man ehemaligen Stasispitzeln heute wieder wichtige Aufgaben anvertraut.

So wie bei der Chefin der Amadeu-Antonio-Stiftung, Anetta Kahane.

https://euroislam.pl/app/uploads/2017/04/image003-6.jpg

Kahane hatte ihre MfS-Biographie jahrelang verschwiegen.

Nach ihrer Enttarnung erklärte sie später, vom Ministerium für Staatssicherheit unter Druck gesetzt worden zu sein – was laut Akten nachweislich nicht stimmt. http://www.tagesspiegel.de/politik/trotz-rechter-kampagne-weiter-staatsgeld-fuer-amadeu-antonio-stiftung/14940904.html

Es ist daher unverständlich, warum das Bundesjustizministerium, unter Maas, ausgerechnet Anetta Kahanes Stiftung für eine „sensible Aufgabe wie die Kontrolle des Internets“ herangezogen habe. „Es wäre gut beraten, die Zusammenarbeit mit ihr zu beenden.“

Kahane hatte 1998 die gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus engagierte Stiftung gegründet und jagt heute gerne vermeintlich rechte Extremisten.

http://www.klinkigt.net/ https://www.facebook.com/photo.php?fbid=714875078682480&set=a.496737633829560.1073741949.100004799833906&type=3&theater

Die frühere Bundestagsabgeordnete Vera Lengsfeld (erst Bündnis 90/Die Grünen, dann CDU), wies schon im Dezember 2015 unter Hinweis auf ein Treffen mit Facebook, Google und Twitter im Bundesjustizministerium darauf hin, Kahane würde sich nun

„wieder mit der Ausarbeitung von Spitzel-Richtlinien beschäftigen“

http://vera-lengsfeld.de/

http://vera-lengsfeld.de/2016/09/05/anetta-und-die-saeue/

Das Bundesinnenministerium sieht trotz der Diskussionen um die Stiftung keine Veranlassung dafür, der Stiftung staatliche Mittel zu streichen. Aber kein Wunder, wir haben ja den Herrn Maas.

Maasmännchen

© by Matze Lentzsch

Viele Dinge gilt es noch aufzuarbeiten und Vieles ist noch im Dunkeln. Auch der erste Leiter der Stasiaktenbehörde, der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck ist nicht frei von Kritik.

>>Warum Gauck ehemalige Stasi-Offiziere einstellte<<

https://www.welt.de/politik/deutschland/article13879984/Warum-Gauck-ehemalige-Stasi-Offiziere-einstellte.html

http://www.br.de/nachrichten/joachim-gauck-bundespraesident-110~_v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647.jpg?version=827b4

>>Skeptiker halten ihm vor, die Öffentlichkeit über die tatsächliche Anzahl von alten Stasi-Kadern mindestens fahrlässig, möglicherweise sogar vorsätzlich getäuscht zu haben.

Unstrittig ist auch, dass unmittelbar nach der Wiedervereinigung ehemalige Stasi-Offiziere in die gerade erst im Aufbau befindliche neue Institution eingestellt wurden.

Immerhin elf dieser Personen stellte Joachim Gauck offenbar im vollen Wissen um ihre Vergangenheit ein. Darunter waren mit Oberst Gerd Bäcker und Oberstleutnant Bernd Hopfer zwei ranghohe Offiziere der „Zentralen Auswertungs- und Informationsgruppe“, intern „ZAIG“ genannt. Sie war zuständig für die Auswertung und Analyse der vorliegenden Informationen, erarbeiteten Lageeinschätzungen und Berichte für Minister Mielke und seine Stellvertreter. Mit Bäcker und Hopfer beschäftigte Gauck wissentlich zwei MfS-Karrieristen.

Außerdem stellte die BStU in der Verantwortung Gaucks weitere,

wohl über 50 ehemalige Personenschützer des MfS als Wachleute ein. Das ergaben Recherchen von „Welt Online“ 2006; das anschließende Erdbeben in der inzwischen von Marianne Birthler geführten Behörde führte unter anderem zum Rücktritt des Personalrates.

Besonders peinlich war, dass die Bundesregierung, gestützt auf Angaben aus Gaucks Leitungsstab der PDS, Anfang 1997 versichert hatte, es seien lediglich 15 alte Stasi-Kader angestellt – in Wirklichkeit waren es mit Wissen der Behördenleitung zu dieser Zeit mindestens vier Mal so viele.<<

Gauck allerdings, als Bundespräsident, sprach vielen heutigen Regierungskritikern ihr Recht auf freie Meinung gern ab und schimpfte sie Krawallmacher und Demokratiefeinde.

Nun Herrn Gauck als Pastor sollte ihnen der Satz bekannt sein:

„Wer also frei von Schuld, der werfe den ersten Stein.“

Und auch Angela Merkel ist wohl nicht frei von „Schuld und Sühne“.

>>Angela Merkel hat 1978 nach ihrem Studium als Diplom-Physikerin bei einer Bewerbung an der Hochschule in Ilmenau eine Stasi-Verpflichtungserklärung von der Stasi in einem Büro der Hochschule vorgetragen bekommen, die sie (angeblich) NICHT unterschrieben haben will.

Die Unterbreitung dieses Angebots bestreitete sie auch nicht.

Eigenartig ist nur, dass sie danach in der DDR Kariere machte.

Sie bekam, wie beschrieben, danach in Berlin einen Posten als Wissenschaftlerin und Doktorandin am Zentralinstitut für Physik an der Akademie der Wissenschaften der DDR und sie landete in der Leitung der dortigen FDJ (Freie Deutsche Jugend) als Sekretärin für Agitation und Propaganda auf Kreisleitungsebene.

Es stellt sich die Frage, ob sie diese Stasi-IM-Verpflichtungserklärung nicht doch unterschrieben hat und dafür doch eben in der DDR befördert wurde und einen DDR-Doktortitel in Physik und einen DDR-Kader-Leitungsposten an der Akademie erhalten hat?<<

Quelle: http://www.pravda-tv.com/2013/02/stasi-verdacht-gegen-angela-merkel-erhartet-sich/

Für diese Vermutung gibt es auch Anhaltspunkte, die nach Auftauchen bestimmter Akten, die zuerst augenscheinlich nichts mit Merkel zu tun hatten, an ihrer offiziellen Version zweifeln lassen.

Die Akte Havemann

Um die Jahre 1978-1980 wurde die größte Operation der Stasi (Operative Vorgang OV Larve) gegen den Regimekritiker Robert Havemann in Grünheide ausgeweitet.

Man bespitzelte ihn und seine Familie auf dem hermetisch abgeriegelte Grundstück pausenlos.

Jugendliche im Alter von Angela Merkel hatten die Observation am Grundstück rund um die Uhr übernommen.

In dieser Zeit entstand ein Foto, welches Angela Merkel, als eine sich dem Objekt nähernde Person in Grünheide erfasst und in der Stasiakte Robert Havemann archiviert wurde.

Das war nur bei Stasiagenten oder bei Gästen der Fall.

Allerdings gab es Listen der Stasi, auf der sowohl

genehmigte, als auch unerwünschten Gästen gelistet wurden.

Merkel befand sich allerdings nicht auf einer der Gästelisten.

Bleibt die Frage:

Wenn sie nicht als Gast dort war, warum dann…?

merkel_im

Foto: phoenix
Merkel verweigerte den Autoren des WDR-Films „Im Auge der Macht – die Bilder der Stasi“ die Freigabe eines Fotos von ihr aus den frühen achtziger Jahren.In den Akten über den Regimekritiker Robert Havemann und dessen Frau Katja waren die Rechercheure auf ein Passfoto der jungen Merkel gestoßen.

Das Bild fand sich in einer Foto-Sammlung von Personen,die bei der Annäherung an das Havemann-Grundstück in Grünheide bei Berlin erfasst worden waren.

Die Filmemacher baten Merkel um Freigabe des Bildes.

Ihr Büro jedoch teilte mit, Merkel wolle aus „Gründen des Schutzes ihrer Privatsphäre“, aber auch im Hinblick auf die „Gleichbehandlung bei vergleichbaren Anfragen“ kein Einverständnis zur Verwendung des Fotos geben.

Daher stellte die Birthler-Behörde das Bild nur gerastert zur Verfügung (siehe Foto).

Merkel hat nie dementiert, dass sie auf dem Foto tatsächlich zu sehen ist.

So hat sicher jedes Unrechtsregime und dessen nachfolgende, politische Aufarbeitung seine „Leichen“ im Keller und es sitzen jedes mal erneut zwielichtige Leute mit an den Hebeln der „neuen“ Macht, die es auch schon zuvor verstanden hatten sich „gut zu verkaufen“.

Nach dem 2. Weltkrieg fanden viele Altnazis, in der neu gegründeten Bundesrepublik wieder ein Domizil in den Regierungskreisen.http://www.sueddeutsche.de/politik/altnazis-im-bund-der-vertriebenen-leute-die-von-frueher-was-verstehen-1.1529956

Heute sind es die Altbonzen der ehemaligen SED und vor allem des Stasiapparates, die wieder ihr Unwesen treiben dürfen.

Zumindest so lange, bis sie enttarnt wurden (leider aber nicht mehr werden).

Auch wenn eine Frau Merkel, kein IM gewesen sein sollte, so ist es doch sehr verwunderlich, dass sie keine Stasi-Akte gehabt haben sollte.

Bei einem Vater der Pastor und zudem aus dem Westen in den Osten gezogen war, bei der Tatsache, dass sie studieren durfte

(und das auch noch in der ehemaligen Sowjetunion), was nur „echten“, regimetreuen Staatsbürgern vergönnt war und dass sie später in Berlin einen Posten als Wissenschaftlerin

und Doktorandin am Zentralinstitut für Physik an der Akademie der Wissenschaften der DDR inne hatte, wo sie in der Leitung der dortigen FDJ als Sekretärin für Agitation und Propaganda auf Kreisleitungsebene saß.

http://www.chronik-berlin.de/news/merkel_02.htm

An diesem Abend in Elsterwerda wurde mir klar, dass viele Dinge immer im Dunkeln bleiben werden, was die Spitzel der Stasi in den höheren Positionen der Macht betrifft.

https://www.pravda-tv.com/2013/11/platzt-die-bombe-war-angela-merkel-ein-stasi-spitzel-videos/

https://www.pravda-tv.com/2013/11/platzt-die-bombe-war-angela-merkel-ein-stasi-spitzel-videos/

Was verschwunden ist, bleibt verschwunden und wie man uns eindrucksvoll schilderte, war die Stasi in den letzten Tagen ihres Daseins sehr gründlich.

http://www.iknews.de/2012/12/28/aufarbeitung-von-stasiakten-zitterpartie-fuer-gauck-und-merkel/

Das „Doppelte T“ war nicht nur Houdinis Domizil.

„Tarnen und Täuschen“, verstanden und verstehen die ehemaligen, hochrangigen Stasischergen sogar noch um Längen besser, als der weltbeste Magier den es jemals gab.

https://www.welt.de/img/politik/mobile101213913/7132508387-ci102l-w1024/Stasi-Wappen-2-DW-Vermischtes-Dresden-jpg.jpg

Merke:

>>DIE MÄCHIGEN DIE FALLEN; FALLEN NIEMALS NACH UNTEN –

SIE FALLEN IMMER NACH OBEN<<

Auch wenn man an diesem Abend über noch so manche Absurdität der Stasispitzelei lachen musste, so verging einem das Lachen auch, wenn man bei der einen oder anderen Akte oder Karteikarte am Ende die Notiz fand: „Sofortiges Handeln ist angeraten“.

http://derkommunale.bplaced.net/wordpress/wordpress/wp-content/uploads/photo-gallery/stasigefaengnis-hohenschoenhausen-2014/Stasigef%C3%A4ngnis-04239.jpg

Konnte man doch definitiv davon ausgehen, dass dies keine leere Drohung war und sehr ernste Konsequenzen für den oder die Betroffenen und oft auch deren Familie nach sich zog.

So etwas dürfen wir nie wieder zulassen.

Matze Lentzsch für Bürgerforum Südbrandenburg

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