Lokalpresse wirft Arzt aus Elsterwerda Verbreitung von Corona-Falschnachichten vor – „Cancel Culture“ 2.0

Mediales „Cancel Culture“ gegen einen Arzt aus Elsterwerda?

Freie Meinungsäußerung und (öffentliche) Verbreitung einer Meinung in Wort, Schrift und Bild, sowie durch alle weiteren verfügbaren Übertragungsmittel sind ein Grundrecht, das in unserem Grundgesetz unter Artikel 5 fest verankert ist.

Ein wahrlich reißerische Artikel im Lokalteil für Elbe-Elster, der Lausitzer Rundschau, über einen Arzt aus Elsterwerda, vom 20.07.21 lässt mich schon sehr an der Neutralität dieser Art von Journalismus zweifeln, vor allem aber auch am Verständnis des Autors für Artikel 5 GG.

Was war der Aufhänger?

Ein Arzt, der vermeintlich in Elsterwerda, im Elbe-Elster Klinikum als Anästhesist beschäftigt sein soll, hatte einige Wochen zuvor ein Video veröffentlicht.

In dem Video gibt er ein privates Statement zu seinen, auf seinen persönlichen Erfahrungen gründenden, Bedenken zu den Corona-Impfungen ab. Dieses Video geht in den sozialen Netzwerken förmlich viral.

  • Am Ende meines Artikels kann sich jeder selbst ein Bild von dem Video machen.

Nun brauchte man nicht lange darauf warten, bis die Lokalpresse das Thema aufgriff. Natürlich musste der Artikel eine richtig reißerische Schlagzeile bekommen, damit die Lokalpresse einmal wieder bei der, seit Jahren schwindenden Leserschaft punkten kann:  

„Arzt verbreitet Corona-Lügen“

So die vernichtende Schlagzeile und im Artikel selbst gab es dann noch (zu gut Deutsch) „eine Schippe drauf“.

  • Am Ende meines Artikels verlinke ich den Artikel der Lausitzer Rundschau zwar, da er sich aber, wie üblich hinter einer Bezahlschranke versteckt, lohnt es nicht, dem Link auf die Seite des Lokalblattes zu folgen.

Dem Arzt wird darin vorgeworfen, er hätte im Video „unbelegte Behauptungen über angebliche Gefahren der Corona-Impfung“ gemacht und fragt in der Schlagzeile: ob er das denn dürfe.

So weit, so „gut“.

Doch schon in den ersten Zeilen verlässt der Autor dieses Artikels, zumindest den Pfad der Neutralität.

Er unterstellt dem Arzt „verschwörungstheoretische Tendenzen“ zu bedienen, Institutionen, wie dem Paul-Ehrlich-Institut und dem RKI die Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit abzusprechen.

Wer das Video kennt, der weiß, dass der Arzt im Video weder die beiden Institute nennt, noch verbreitet er verschwörungstheoretische Botschaften. Ganz im Gegenteil, er äußert in seinem Video seine persönlichen Bedenken, die er aus der Erfahrung heraus, mit seinen Patienten, in den letzten Monaten gesammelt hat.

Zudem nimmt er sein Recht auf eine freie Meinung in Anspruch, indem er sagt, dass er aus seinen Erfahrungen resultierend diese Impfungen nicht ohne Weiteres empfehlen kann.

Impfstoffe, die übrigens immer noch KEINE vollständige Zulassung in der EU besitzen, da deren Phase 4-Studien noch nicht abgeschlossen sind. Phase 4 ist der Einsatz an millionen von Menschen, wobei eigentlich akribisch überwacht und dokumentiert werden soll, welche Nebenwirkungen auftreten und wie starkt diese sind. Erst dann darf ein Impfstoff vollständig zugelassen werden.

Der Arzt appelliert im Video an Kollegen aber auch an die Patienten selbst, sich genauer zu informieren.

Gerade im Bezug auf das Impfen von Kindern und Jugendlichen.

Und genau dies ist auch die Aufgabe eines Arztes.

Es ist nicht nur mutig von diesem Arzt mit seinem Statement an die Öffentlichkeit zu gehen, es sollte sogar die Pflicht eines jeden Arztes sein, wenn er in seiner Arbeit Unregelmäßigkeiten feststellt, die Patienten zum Nachteil gereichen können.

Für den Arzt und die Bedenken gegen die Impfstoffe spricht auch, dass es mittlerweile mehrere Studien zu eventuellen Nebenwirkungen gibt, da diese in engem zeitlichem Zusammenhang zur Impfung auftraten. In anderen Ländern, wie Großbritannien, den USA und Israel wird mit diesem Thema offener umgegangen.

Leider finden solche Studien nicht den Weg in unsere Medien.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) berichtete übrigens im letzten Sicherheitsbericht von über 106.835 aus Deutschland gemeldete Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung. Wobei die Dunkelziffer sicher weit höher sein wird, da erfahrungsgemäß nicht alle Fälle als das erkannt und vor allem auch nicht gemeldet werden.

Der Artikel im Lokalblatt lässt leider von vorn herein eine gewisse, persönliche Grundeinstellung erkennen, sich mit dem Video-Statement des Arztes nicht wirklich neutral auseinandersetzen zu wollen.

Stattdessen unterstellt man ihm Dinge, die der Autor des Artikels, wie oben genannt, selbst nicht belegen kann.

Falls doch (daran zweifle ich stark), so lässt er den Leser an seinen INFORMATIONEN nicht teilhaben.

Der Arzt hat übrigens zu keiner Zeit in seinem Video das Elbe-Elster Klinikum genannt, wodurch sich die Frage stellt, warum die Lausitzer Rundschau sich veranlasst fühlte, im Klinikum nachzufragen, ob es dienstrechtliche Konsequenzen geben würde.

Auch das Orakeln darüber, ob der Arzt „berufliche Pflichten“ verletzt hätte und dass die Landesärztekammer dies prüfe, zeigt mir persönlich, dass hier schon eine Art Vorverurteilung vorgenommen wird.

Im Artikel liest man, dass der Arzt kein Statement dazu abgeben wollte.

Hat man denn aber auch wirklich versucht mit ihm zu sprechen und wenn ja, auf welche Art und Weise hat man dies getan?

Fakt ist für mich eines und da gebe ich dem mutigen Arzt recht.

Dass die Regierungspolitik so massiv auf das Impfen von Kindern ab 12 Jahren gegen Corona drängt, trotzdem dies von der Ständigen Impfkommission aus guten Gründen NICHT empfohlen wird, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Was der Arzt es im Video darüber sagte, entspricht nämlich den Aussagen der Ständigen Impfkommission.

Nämlich, dass Kinder weniger von Infektionen betroffen sind und deren Krankheitsverläufe ebenfalls milder bis kaum merklich verlaufen.

Nach meiner Meinung wird man erst viel später etwas über tatsächliche Langzeitfolgen dieser Impfungen wissen und dies sollten sich die Eltern jedes Kinder, vor allem aber unsere Politiker und nicht zuletzt die Medien vor Augen führen.

Wer kann mit einer Schuld leben, die auf fahrlässiger Propaganda beruhte?

Wenn das einer kann, dann Politiker und Medien (siehe Versagen im Katastrophen-Vorwarnsyste)

Hier das Video-Statement des Arztes

Ich habe übrigens einen Tag nach Erscheinen des Artikels der Lausitzer Rundschau einen kritischen Leserbrief dazu geschickt und darin darauf hingewiesen, dass ich diesen Artikel für sehr reißerisch halte und nicht der Meinung bin, dass dies zu einer neutralen Debatte beiträgt. Der Wortlaut meines Leserbriefes entsprach etwa dem, was ich hier geschrieben habe, nur in stark gekürzter Form.

NATÜRLICH veröffentlichte man meinen Leserbrief zu deren, für mich äußerst grenzwertigen Artikel NICHT.

Doch davon bin ich auch nicht ausgegangen.

Bildet Euch immer Eure eigene Meinung – Sonst wir sie euch eingeredet.

Begriffserklärung „Cancel Culture“:

„Cancel Culture“ ist ein politisches Schlagwort, mit dem systematische Bestrebungen zum sozialen Ausschluss von Personen oder Organisationen bezeichnet werden, denen VERMEINTLICH nicht „POLITISCH KORREKTES“ Verhalten oder Aussagen vorgeworfen werden. (Politisch korrekt ist allerdings immer nur das, was man von OBEN diktiert).

„Cancel Culture“ ist also ein neuer Begriff für Diskriminierung und Ausgrenzung von Andersdenkenden – Ein Schritt weiter weg von der Demokratie und der gesellschaftlichen Debattekultur.

In diesem Sinne…

Euer Matze Lentzsch

6 Kommentare

  1. Wahrscheinlich ist der „Journalist“ ein Anhänger des staatstreuen Haltungs“journalismus“ eines „Herrn“ Restle. Was will man da anderes erwarten? Deswegen beziehe ich schon lange keine lokale Zeitung mehr, weil ich nicht für Agitprop bezahlen will.

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    1. Ja, das scheint er auch zu sein und zudem ein Honorar-Journalist, der noch für andere schreibt. Ich selbst beziehe diese Zeitung auch nicht selbst. Das Blättchen wird im Haus herumgereicht :-). Selbst würde ich keinen Cent dafür ausgeben, jedoch muss ich auch informiert sein, da ich Kommunalpolitiker im Kreistag bin. Ich hatte einen Leserbrief zu diesem Artikel an das Blättchen geschickt. Die antwort kam vom Autor selbst, der mit mitteilte, dass man meine Lersermeinung leider nicht abdrucken könne, da ich ein kommunalpolitisches Mandat bekleiden würde. Er bot mir ein Interview an, um meinen Standpunkt dazu darzulegen und dann zusammengefasst mit anderen Meinungen noch einen Artikel daraus zu machen…! Zugut Deutsch, er möchte gern nochmals Geld mit seinen unneutralen Ansichten verdienen. Ich habe auf seine Mail noch nicht geantwortet, werde dies aber tun und ihm im Gegenzug anbieten, einen Diskurs über seine Berichterstattung in einer öffentlchen Podiumsdiskussion zu führen, ohne dass die Chance besteht, dass man mich oder andere missverständlich in einem Artikel zitiert. Ich kenne solche Reporter schon, hatte schon mit einer Chefreporterin diese Blättchens zu tun, der ich öffentlich etwas unterstellte, was sie und auch ihr Arbeitgeber bis heute nicht aufgeklärt hat. Ich musste damals eine Gegendarstellung veröffentlichen, habe aber in dem Artikel auch gleichzeitig die Fragen an das Lokalblatt gestellte, die nie beantwortet wurden. Hier der Artikel dazu: https://matzelentzsch.blog/2018/03/03/richtigstellung-meiner-aussagevom-03-02-18-ueber-simone-wendler-chefreporterin-der-lausitzer-rundschaulr-und-fragen-an-die-lr/

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      1. Nicht umsonst heisst die LR im Volksmund Lügenrudi. Schon zu DDRZeiten wurde sie so getauft und speziell seit 2015 macht sie ihrem Namen wieder alle Ehre. Allerdings zeigt sich dies jetzt wohl in den Abozahlen. Nicht 1 Cent würde ich mehr in dieses Schmierenblatt stecken. Regelmäßig ruft hier eine Mitarbeiterin an um uns wieder ein Abo aufschwatzen. Ich muss zugeben das diese Dame sich meinen geballten Frust anhören muss. Trotz allem kommt der nächste Anruf bestimmt. Zu einer Zeitung, bei der ich es nie gedacht hätte, tendiere ich jetzt. Die Bildzeitung hat sich zum neuen Wahrheitsblatt entwickelt. Wird wohl daran liegen das die Springerwitwe nichts mehr zu sagen hat, weil die Zeitung zu 45 % von einem Trumpnahen Amerikaner gekauft wurde.

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      2. So ist es Annelie, ich hab unlängst eine fast komplette Ausgabe der LR von 1988 gefunden. Der Jargon war beinahe der selbe im Punkte Regierung und da 1988 schon die Bürgerbewegungen aktiv waren hetzte man gegen die Demonstranten als Kapitalistische Kollaborateure. Heute sind es Rechtsextremisten, Querdenker, die man durchs „Dorf“ treibt. Ja, bei Bild und teils sogar Welt brechen manchmal diese Hetzkampagne. Aber ich trau dem Frieden nicht.

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  2. Die Bild gehört jetzt zu 45 % einem amerikanischen trumpnahem Konsortium. Da hat die Springerwitwe nichts mehr zu melden. Jetzt kaufe ich sogar mal das Blatt. Ab dem 22.08. gibt es sogar einen neuen Fernsehsender Bild TV. Ein Muss für jeden Patrioten.

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    1. Hallo Anett, das klingt sehr interessant. Ab 22.08., schreibst du. Gibts da schon irgendwo was zu lesen davon? Auch von dem amerikanischen Konsortium? Wäre vielleicht gut das etwas bekannter zu machen. Viele Grüße, Matze

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