„Der Frauenmangel im Osten führt zu Fremdenfeindlichkeit“ – Neue Unsinns-Studie will erneut dem Osten die Welt und die Demokratie erklären

„Frauenmangel führt zu Fremdenfeindlichkeit“

,heißt eine Schlagzeile der heutigen Ausgabe des Lokalblattes „Lausitzer Rundschau„.

Auftakt für eine erneute und unsinnige Studien, von denen wir schon sehr viele in den letzten Jahren hatten.

Eine Studie, mit der die Autorin Katja Salomo, Gastwissenschaftlerin am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung den Osten wieder in Oberlehrermanier auf die „Stille Treppe“ schicken will.

Dazu zieht man demografische Zahlenspiele heran, um zu beweisen, dass das Verhälnis von Frauen zu Männern einen enormen Überschuss an Männern aufwesen soll.

Dieser Überschuss an Männern, beziehungsweise der „Mangel“ an Frauen im Osten, sprich, die Bevölkerung, die aus dem Gleichgewicht geraten ist sorgt dafür, dass ganze Regionen rechtspopulistische Parteien wählen, so interprätiert die LR die Studie im Artikel.

Grafik der Studie – ausschließlich für Thüringen

Salomo schreibt in ihrer Studie: „Weltweit gibt es kaum Regionen, in denen diese ungünstigen demografischen Entwicklungen so deutlich ausgeprägt sind wie in den ostdeutschen Bundesländern“.

Was im Artikel allerdings nur am Rande erwähnt wird und dann scheinbar auf den ganzen Osten projeziert wird, ist die Tatsache, dass diese Studie einzig für das Bundesland Thüringen erstellt wurde und nicht für den gesamten Osten.

Zitat aus dem LR Artikel:

„Der Befund: Demografische Homogenität ist demnach eine Ursache von Fremdenfeindlichkeit.“

Die LR-Reporterin und Autorin des Artikels kam natürlich nicht umhin einen eigenen Kommentar dazu zu schreiben:

Zitat:
„Allein gelassene Männer neigen zu Unsinn. Sie kriegen ihr Sozialleben nicht auf
die Reihe, wenn keine Frau das für sie tut. Sie hängen mit den Kumpels rum und
schimpfen über die da oben, die da drüben und über die, die ihnen nicht mal mehr
das Schimpfen gönnen: Geht nüscht mehr hier! Von Christine Keilholz
Nun dieser absolut klischeehafte Kommetar überraschte mich nicht sonderlich, da er typisch ist für diese Art von“Journalismus“. 

Nun aber mal genauer hingeschaut:

Da im Artikel aber die Lausitz angesprochen wurde und man diese Studie für Thüringen, eigenartiger Weise auch dementsprechend für unsere Region als Stempel hernehmen will, schauen wir doch mal genauer hin.

Demographischer Wandel im Landkreis Elbe-Elster.

Wie man in der Grafik und den Zahlen, die bei der Volkszählung 2011 (Zensus11) augenommen wurden sehen kann, war 2011 der Anteil von Männern und Frauen im Landkreis Elbe-Elster (übrigens LAUSITZ) nicht nur ausgeglichen, sondern der Anteil an weiblichen Einwohnern im Landkreis war sogar höher.

Projekt1
Quelle: Zensus 11: (Volkszählung von 2011)
Projekt2
Quelle: Zensus 11: (Volkszählung von 2011)

Neuere Zahlen belegen dahingehend auch kaum einen Wandel in der Demographie des Landkreises Elbe-Elster.

Außer, dass die demographische Entwicklung einen Rückgang von maximal 6.047 Einwohnern hatte, dies aber in einem Zeitraum von 8 Jahren.

Projekt3
Quelle: www.lkee.de

Hier nun die Zahlen – Einwohner männlich und weiblich im Landkreis Elbe-Elster (Stand 2018):

Kopie vonProjekt4
Quelle: www.lkee.de

Der demographische Wandel ist definitiv im Gange, im Osten wurde versäumt dem von Seiten der Politik entgegenzuwirken und dies seit 29 Jahren.

Die Zahlen unseres Landkreises Elbe-Elster zeigen aber, dass das Gefälle zwischen weiblicher und männlicher Bevölkerung nicht ganz so groß sind, wie die besagte Studie es zeigt und von Thüringen auf andere Bundesländer im Osten zu projezieren versucht.

Elbe-Elster befindet sich in der im Artikel angesprochenen Region „Lausitz“ – Es ist also wieder einmal NICHTS als Panikmache gegen den Osten und die Abwähler der Altparteien.


Die Menschen im Osten, welche die Altparteien mit dem einzig demokratischen Mittel des Volkes abgestraft haben, DEN WAHLEN in Brandenburg und Sachsen, müssen schnell „plausible“ Erklärungen her, die dem Osten eine generelle antidemokratische Tendenz bescheinigen sollen.

Seit der Zeit, da die Menschen der Altparteienpolitik gegenüber kritischer und auch fordernder geworden sind und Politikern auch schon mal lautstärker und doch immer auf demokratischer Weise den Spiegel ihres Versagens vorhalten, versucht man ja Gründe zu finden, warum das so ist.

Allerdings sucht man strategisch natürlich NICHT dort, wo man die Suche beginnen sollte, nämlich bei den Ursachen der jahrzehntelangen Fehlpolitik.

Wer kennt das nicht?

Jeder der ein Problem anspricht, das den Altparteien und deren Staatsmedien nicht schmeckt und das die Unfähigkeit dieser Altparteien in den letzten Jahrzehnten (gerade im Osten) hinterfragt oder gar anprangert.

Wird zum NAZI abgestempelt.

Dass das eigentlichedie Problem der letzten 29 Jahre im Osten, die Unfähigkeit und zum Teil auch der Unwille der Altparteienpolitiker war, die Wünsche und Nöte der Bevölkerung in ihre Politik mit einzubeziehen, wir natürlich ausgeblendet.


 

Studien sind dafür immer ein probates und suggestives Mittel der Geldgeber oder der ideologischen Gesinnung der Studien- und Meinungsmacher gewesen und heute mehr denn je.

Somit sorgt man damit immer weiter für Spaltung, anstatt für Konsenz zu sorgen.

Wie diese Spaltung greift, hat man dieser Tage wieder gesehn:


Diese Hetze geht so weit, dass sich sogar eine junge Komikerin, die sicher gern auf der Karriereleiter noch etwas weiter hinauf möchte, NAPALM AUF SACHEN wünscht, falls nichts anderes mehr hilft und das junge Publikum klatscht Beifall und lacht über solche Hetze, die die jungen Leute scheinbar gar nicht mehr als solches wahrnehmen.

Seht hier bei UNBLOGD

 

Bleibt die Frage offen, was lernt unsere Jugend und vor allem unsere Studenten über geschichtliche Ereignisse, wie den Angriff auf Dresden, bei dem 19 auschließlich die zivile Bevölkerung auf bestialische Weise mit Napalmboben ausgelöscht wurde.

In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 starben in Dresden mindestens 500.000, wahrscheinlich aber sogar eine Million ahnungs- und schutzloser deutscher Zivilisten – Alte, Kranke, Frauen, Kinder, Babies…“

+++Darüber also lacht unsere Jugend?+++


 

Somit sollten sich Studien- und Meinungsmacher gut überlegen, warum sie die Spaltung der Gesellschaft noch weiter vorantreiben wollen.

Sie tun sich damit selbst und der Gesellschaft im Ganzen keinen Gefallen und begriffen haben sie anscheinen auch NICHTS!

Euer Matze Lentzsch

 

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