Die Vertreibung aus dem Paradies – oder warum beim praktizierten Moralpazifismus an dessen Ende immer der Tod der übermoralistischen Völker stand

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Quelle: Moriori dendroglyph, Chatham Islands. Photo credit: Alexander Turnbull Library/file

(ca.2 min Lesezeit)

Ein Verhätscheln des Islamismus (politischer Islam) in unserer „neuen“ Gesellschaft, die geprägt von Gendergaga und Gleichmacherei zu einer Art von Weichspülergesellschaft mutiert, kann in naher oder auch weiterer, jedoch nicht fernen Zukunft zu einem unserer größten Probleme werden.

Die Geschichte hat es immer wieder gezeigt, dass moralpazifistische Völker von anderen, „Nichtpazifisten“ überrannt, mit Vorliebe unterdrückt und schließlich ausgerottet wurden.

Jeder soll seine Religion frei leben können, jedoch immer im Gleichklang mit dem Grundgesetz oder einer Verfassung, so sie denn vorhanden ist.

Eine Trennung von Religion und Staat ist ein unabdingbares MUSS jeder demokratischen Gesellschaft.

JEDER sollte seine Religion frei leben können ABER ausschließlich PRIVAT und ohne JEGLICHEN Einfluss auf die Politik eines Landes.

Aber unser Neoliberalismus, der keine Grenzen und damit auch keinerlei gesunde Skepsis mehr kennt, wird einst der Tod der europäischen Zivilgesellschaft werden, so fürchte ich.

Gendergaga und Gleichmacherei werden ihr Übriges tun, dass die Gesellschaft nicht mehr handlungsfähig sein wird.

Warum nicht mehr handlungsfähig?

Dieser Tage versucht man Pazifismus und Realismus in Deutschland und Europa zu einer neuen Religion zu kombinieren (bedingungsloser und nicht immer logischer Klimaschutz ist natürlich das Sahnehäubchen dafür).

Neoliberalismus gepaart mit einer absolut offnen Gesellschaft der Gleichmacherei.

Das Ansinnen jedoch ist nicht neu. Man hatte früher schon einen Namen dafür:
„Real existierender Sozialismus“ – den gab es (augenscheinlich in der DDR)

Doch: „In der DDR ist alles real, bloß nicht der Sozialismus

In der BRD ist alles real, bloß nicht ‚Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit‘.“,

sagte schon Rudi Dutschke (Marxistischer Aktivist)

Und wie es Rudi schon schrieb, hatte auch dieser keine Chance. Weder im Westen, noch im Osten.

Das Experiment, das man heute allerdings versucht, ist noch verheerender, denn man versucht den Sozialismus mit Kapitalismus zu kombinieren und ereifert sich dabei so sehr für eine offene Gesellschaft, ohne Grenzen, dass der Pazifismus (zumindest im eigenen Land und in Europa), ausgenommen bei der Kriegstreiberei in fremden Ländern und an fremden Grenzen, das keine Grenzen und vor allem keine gesunde Vorsicht mehr kennt, die jedem Menschen eigentlich seit Anbeginn in die Wiege gelegt wurde.

Doch Pazifismus kann nur dort und zu einer Zeit funktionieren, wenn keiner in der Nähe ist, der dir etwas neidet oder der anderes im Schilde führt, als ebenfalls Teil dieses Pazifismus zu sein.

Ist dies nicht der Fall – so gnaden Gott diesen pazifistischen Masochisten.


Die Vertreibunge aus dem Paradies

Ein grausames Besipiel dafür, wie bedingungsloser Pazifismus, zur tödlichen Falle für ein ganzes Volk werden konnte, schrieb am 19. November 1835 im Südpazifik blutige Geschichte.

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Quelle: Moriori people are still with us today. Photo credit: Moriori.co.nz

Es ist die Geschichte der Moriori.

Die Moriori waren ein Volk polynesischer Herkunft, das etwa ab 1500[1] auf den neuseeländischen Chathaminseln siedelte und dort bis Anfang des 19. Jahrhunderts weitgehend ungestört lebte. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Moriori)

Angeblich soll ein britischer Handlungsreisender, der zuvor wohl zu einer Hand voll Schiffbrüchigen gehört hatte, die vor der Küste der Moriori-Insel gestrandet waren und die dort die Gastfreundschaft genossen hatten, darüber berichtet haben.

Er sprach davon dass er dort ein Paradis gefunden hätte. Eine Insel, auf dem ewiger Frieden herrsche.

Diese Geschichte erzählte er um das Jahr 1835 auf einer seiner Handelsreisen seinen maorischen Gastgebern und ebenso, dass die Bewohner mit Namen Moriori uralte Verwandten der Maori waren, die dereinst von Neuseeland aus nach Osten gesegelt waren.

Der Handelsreisende war selbst fasziniert von dieser, seiner Geschichte, so wird es berichtet und schwärmte von dem Volk und dessen Gastfreundschaft.

Er berichtete auch darüber, warum die Moriori so bedingungslos friedliebend waren.

Als die Moriori nämlich dereinst an diesen Gestaden landeten, waren die Lebensbedingungen noch rau, sodass sie sich umstellen mussten.

Es brachen Verteilungskämpfe unter den Moriori aus, blutige Kleinkriege, mit denen sich das Völkchen fast selbst ausrottete.

Da wurde ein Mann Häuptkling, namens Nunuku-Whenua.

Er machte seinem volk klar, dass sie binnen einer Generation verschwunden wären, wenn sie diesen Weg nicht verließen.

Er erließ nur ein einziges Gesetz: „Du sollst nicht töten“

Und dieses Gesetz hielten die Moriori jahrhundertlang ein. Doch nicht nur das, sie nahmen es in ihr Fleisch und ihr Blut auf und es wurde zu dem Grundpfeiler ihrer Gesellschaft.

Der englische Händler erzählte seinen Maori- Gastgebern,
dass sich die Moriori nicht einmal wehren, wenn sie angegriffen würden.

Im Gegensatz zu den Moriori aber waren die Maori eine äußerst kriegerische Kultur und so machten sich zwei Stämme der Maori mit mindestens 500, andere Quellen sprechen sogar von bis zu 900 bewaffneten Kriegern (wahscheinlich sogar mit einem Britischen Schiff) zu ihren pazifistischen Verwandten auf.

Am 19. November 1835 fielen sie über die Moriori her und es gab keinerlei Gegenwehr.

Die Moriori, die völlig überrascht wurden hielten eine Versammlung ab.

Junge Mitglieder des Stammes wollten etwas tun und wollten zu den Waffen greifen.

Doch Nunukus Gesetz sei heilig, warnten die Stammesältesten und es dürfe keinesfalls gebrochen werden.

Der Beschluss des Rates war: „Kein Moriori werde jemals wieder einen anderen Menschen töten.“

Über 200 Menschen dieses friedlichen Völkchens wurden bei diesem Angriff massakriert.

Die überlieferten, grausamen Geschichten über dieses Massaker sind vielfältig und doch vage.

Von grausamer Folter, gepfählten Moriori am Strand , ja sogar von Kannibalismus erzählen die Überlieferungen, zumindest aber von der Versklavung der Überlebenden diese Massakers.

Man spricht von etwa 2000 Moriori, die es zu dieser Zeit noch gab.

Wenige Jahre später waren nur noch wenige Hundert am Leben.

Der Stamm als solcher gilt heute als ausgestorben.

Die Frage unserer „neuen“ (Moriori)Gesellschaft wird sein:

Werden wir unsere gesunde, kollektive Skepsis gefährlichen Bestrebungen gegenüber, wie dem politischen Islam, dem Salafismus und den Machenschaften der Muslimbruderschaft gänzlich aufgeben, um am Ende, wie die Moriori zu sein?

Dies nur einmal zum NACHDENKEN, denn noch ist es eine philosophische Betrachtung.

Wohl gemerkt – NOCH.

Euer Matze Lentzsch

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