Richtigstellung meiner Aussage(vom 03.02.18) über Simone Wendler, Chefreporterin der Lausitzer Rundschau(LR) und Fragen an die LR

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Zu Beginn dieses Artikels möchte ich, wie die Schlagzeile es schon sagt, eine Richtigstellung zu einer Aussage von mir machen, die ich bei meiner Rede vom 03.02.2018 auf der Kundgebung in Cottbus über die Chefreporterin der Lausitzer Rundschau Simone Wendler, im Bezug auf eine (fälschlich) vermutete Zusammenarbeit mit dem freien Pressefotografen Sören Kohlhuber (linker Szenefotograf und bekennendes Mitglied der Antifa) machte.

Wenn ich mit Aussagen meinerseits falsch liege, habe ich natürlich auch kein Problem mit einer Richtigstellung, die ich nun hier ausführen werde:


>>Ich nehme hiermit meine Aussage, die ich am 03. 02. 2018, in meiner Rede auf der Kundgebung in Cottbus, im Bezug auf eine Zusammenarbeit von Frau Wendler, ihres Zeichens Chefreporterin der Lausitzer Rundschau, mit dem linken Antifa- Mitglied und freien Pressefotografen Sören Kohlhuber (der sich selbst dem linken Spektrum zuordnet) machte, offiziell zurück.

Frau Simone Wendler versicherte mir, dass nicht sie, sondern ausschließlich die Redaktion der Lausitzer Rundschau für die Auswahl der Bilder in ihren Artikeln verantwortlich sei und sie keinen Einfluss darauf habe.

Diese Richtigstellung erfolgt hiermit in einem öffentlichen Rahmen. Damit sollte dem medienrechtlichen Berichtigungsanspruch zur Wahrung des öffentlichen Rufes der Frau Wendler, im Sinne der rechtlichen Form genüge getan sein.

M. Lentzsch<<


 

Hier nun zum Verständnis für meine Leser, eine Erklärung der Zusammenhänge, wie meine Aussage und die Falschinterpretation der Fakten zu Stande kam.

Am 01.02.2018 (drei Tage vor der besagten Kundgebung von Zukunft Heimat in Cottbus) erschien ein Artikel von Frau Wendler in der LR, mit der Schlagzeile: „Rechtes anti-Asyl-Netz in Cottbus“. (Hier zum Artikel: „Am Samstag wird in Cottbus demonstriert: Für und gegen ein Leben mit Flüchtlingen. Wer organisiert die Demos und was steckt dahinter?„)

Nach meinem Geschmack war dieser Artikel sehr vorbewertend und vermittelte mir, als einem geneigten Besucher der Kundgebung ein Bild, mit dem ich keineswegs einverstanden war und bin.

Diesen Unmut habe ich dann auch in meiner Rede bei der besagten Kundgebung offen geäußert. Und Frau Wendler aufgrund ihrer (nach meiner Meinung) einseitigen Berichterstattung und dem Titelfoto von Herrn Kohlhuber auf dem damaligen Artikel (an den ich mich zwangsläufig erinnerte) vom 05. 01. 2016 (fälschlicherweise) eine Zusammenarbeit mit ihm unterstellt.

 

 

Nach meiner Rede kontaktierte mich Frau Wendler schriftlich per Mail und fragte mich, wie ich zu dieser Aussage komme.

In einer der nächsten Mails versicherte mir dann Frau Wendler, dass Sie zu keinem Zeitpunkt mit linken Antifa- Reportern, wie einem Herrn Kohlhuber zusammengearbeitet hätte und verlangte eine öffentliche Richtigstellung der Aussage und drohte mir mit rechtlichen Konsequenzen.

Zum Hintergrund:

Am 05. Januar 2016 erschien folgender Artikel von Frau Wendler in der Lausitzer Rundschau, der ausschließlich den Verein „Zukunft Heimat“ zum Thema hatte.

„Zwischen Bürgerzorn und Rechtsextremismus“, war die reißerische Schlagzeile.

Und für mich las er sich auch genau so „reißerisch“. Doch das ist meine Interpretation.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte – hier der Artikel (aus rechtlichen Gründen nur der Link dazu): https://www.lr-online.de/nachrichten/zwischen-buergerzorn-und-rechtsextremismus_aid-2587695

Als Titelbild war über dem Artikel eine Foto, das eine Kundgebung von Zukunft Heimat zeigt. Darunter der Verweis auf den Autor des Bildes: „Kohlhuber“.


 

Sören Kohlhuber ist freier Pressefotograf, schreibt (oder schrieb bis zum G20 Zwischenfall) für den Blog „Störungsmelder“ von Zeit-Online und ist bekennendes Antifa Mitglied.

Wer beim Namen Kohlhuber grübelt, der sollte Google befragen. Stichwort: G20 und das Denunzieren von Journalisten bei Twitter.

Hier ein Artikel (Meedia.de) über Kohlhubers „Aktion“ bei G20: http://meedia.de/2017/07/10/nach-hetzjagd-vorwuerfen-beim-g20-zeit-online-trennt-sich-von-stoerungsmelder-autor-soeren-kohlhuber/

Zitat aus dem Artikel: „Kohlhuber hatte bei Demos andere Berichterstatter fotografiert und die Bilder bei Twitter veröffentlicht – mit dem Hinweis, es handele sich um Anhänger der Identitären Bewegung. Gewalttätige Demonstranten hatten die Betroffenen daraufhin attackiert und geschlagen. Kohlhuber wurde deshalb vorgeworfen, eine „Hetzjagd“ initiiert zu haben.“

 

Meedia.de – siehe verlinkter Artikel

Aus seiner Gesinnung macht er kein Geheimnis. Hier ein Interview von 2016 auf der Ultralinken Seite „Antifa Kampfausbildung“:https://www.facebook.com/notes/antifa-kampfausbildung/s%C3%B6ren-kohlhuber-im-interview/1157389794306848/?fref=mentions

Hier noch ein Tweet von ihm auf seiner Twitter-Seite über den Verfassungsschutz , der über seine Gesinnung unserer Gesellschaft gegenüber auch Bände spricht:


Wem also der Name Sören Kohlhuber etwas sagt, den sollte es schon verwundert haben einen Artikel in der LR zu lesen und unter dem Titelfoto den Namen Kohlhuber zu finden.

Dass sich daraus beim informierten Leser ein durchaus kritisch zu sehender Gedankengang ergeben könnte (ob berechtigt oder nicht), ist nicht von der Hand zu weisen.

Kohlhuber war auch schon zum Zeitpunkt des Erscheinens des Artikels in der LR als linker Aktivist bekannt. In wie weit dies auch der Lausitzer Rundschau bekannt war, kann ich nicht nachvollziehen.

Da sich die LR laut Frau Wendler als „unabhängige und überparteiliche Trägerin der Pressefreiheit“ sieht, ist doch der Pressekodex ein unverzichtbares Gut bei deren Arbeit.

Ein Zitat aus dem Pressekodex sagt: „Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt.

Meine Fragen an die LR wäre nun in diesem Zusammenhang (wohl gemerkt keine Anschuldigung – lediglich, um erneuten Missverständnissen aus dem Weg zu gehen eine Frage):

In wie weit überprüft die LR ihre Quellen (ganz gleich, worum es sich handelt), bevor diese in Wort oder Bild Verwendung finden?

Gibt es überhaupt eine Überprüfung der Quellen (wovon ich ausgehe)?

Wie genau sieht eine solche Überprüfung aus?

Schon allein im Hinblick darauf, dass es vielleicht von allgemeinem Interesse sein könnte, wie eine Zeitung, die eine unabhängige und überparteiliche Trägerin der Pressefreiheit ist arbeitet, wäre vielleicht eine öffentliche Podiumsdiskussion mit Vertretern der Lokal- und Landespresse und weiterer Medienvertreter keine schlechte Idee.

Eine Reporterin der „Welt“, sprach mich nach der besagten Kundgebung in Cottbus an und fragte mich nach einem Interview.

Sie war völlig überrascht, als ich natürlich offen und ehrlich ihrer Bitte nach kam und bereitwillig ihre Fragen beantwortete.

Sie schilderte die Stimmung gegenüber der Presse, als sehr zurückhaltend und sogar ablehnend, als sie Kundgebungsteilnehmern die selbe Frage stellte. Sie konnte diese Ablehnung nicht ganz nachvollziehen.

Sie schien froh zu sein, dass nun doch jemand bereit war mit ihr über die Ziele der Kundgebungsbesucher und die Gründe für diese und ähnliche Kundgebungen zu sprechen.

Ich erklärte ihr daraufhin, dass sich die „Fronten“ zwischen regierungskritischen Bürgern und der Presse durch eine oft tendenziell negativen Berichterstattung immer mehr verhärtet hätten. Dass man oft ein falsches Bild vermittelt oder Dinge falsch darstellt.

So kommt es oft zu Missverständnissen oder falschen Annahmen und es sogt für eine immer größere Kluft innerhalb der Gesellschaft, da kaum noch eine Diskussion möglich scheint.

Dass die Leitmedien nicht nur meiner Meinung nach daran einen nicht geringen Anteil haben, beweist auch eine Studie vom letzten Jahr. (auch dies schilderte ich der Welt-Reporterin)

Siehe hier:

Im letzten Jahr wurde eine wenig beachtete Studie der Otto Brenner Stiftung Frankfurt am Main veröffentlicht: „Die Flüchtlingskrise in den Medien – Tagesaktueller Journalismus zwischen Meinung und Information“

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https://www.otto-brenner-stiftung.de/fileadmin/user_data/stiftung/Aktuelles/AH93/AH_93_Haller_Web.pdf

Michael Haller, Medienwissenschaftler und Leiter dieser Studie wurde in einem Interview mit dem Deutschlandfunk gefragt, ob sein Vorwurf an die Presse sei, dass sich die etablierten Medien während der Flüchtlingskrise mit den Ansichten der politischen Eliten gemein gemacht hätten?

Haller daraufhin: „Ja. Deutlich. Also das ist nicht ein Vorwurf, sondern es ist ein Befund. Wir haben ungefähr 36.000 Texte in der Hand gehabt. Wir haben 17.000 Texte mikroskopisch genau mit entsprechenden tiefergehenden Analyseinstrumenten untersucht, um zu schauen, in welchen Konnotationen über diese Thematik berichtet wurde, und daraus sind diese Ergebnisse ganz deutlich. Das sind objektive Ergebnisse. Das ist nicht eine Meinung von mir.“

Hier zum Interview: (http://www.deutschlandfunk.de/journalismus-studie-die-ueberregionalen-medien-haben-die.2907.de.html?dram:article_id=391573)

Es sollte…, nein es muss endlich wieder eine Diskussionskultur geben. Dazu ist es aber auch notwendig, dass sich die Leitmedien auch in einen direkten Diskurs mit dem Bürger begeben und nicht nur ÜBER etwas berichten, sondern mit den Bürgern gemeinsam an ihrer Berichterstattung arbeiten.

Kritisch ja…unbedingt. Aber dann bitte ausgewogen kritisch und offen für Kritik und Diskurs.

Die Reporterin der Welt stimmte mir zu und ihr Artikel war ebenso ausgewogen, denn sie berichtete über alle drei Kundgebungen, die es an diesem Tag in Cottbus gab kritisch aber fair.

Ich glaube, es wäre tatsächlich eine gute Idee einen öffentlichen Diskurs zwischen den Lokalmedien und den Bürgern in einer öffentlichen Podiumsdiskussion initiieren.

Vielleicht kommt sich die Gesellschaft auf diese Art wieder näher und nötig hätten wir alle diesen Diskurs.

Nötiger als sich so mancher das vorstellen kann.

Vielleicht reift aus dieser Idee noch eine handfeste Veranstaltung im öffentlichen Rahmen.

Wie ist eure Meinung dazu?

Euer Matze Lentzsch

 

 

 

 

 

 

 

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