Nur weil jemand auf nur 600 Euro Altersrente kommt, muss er ja nicht arm sein

(Dieser Beitrag von mir wurde 26.06.2017 auf anderer Blogseite veröffentlicht)

oder

Was Alterssenilität aus Politikern macht.

vom Matze Lentzsch

Müntefering und die Rente 26.06.17

© by Matze Lentzsch

Eine liebe Freundin ließ mir den Link zu diesem Artikel in der Compact, https://www.compact-online.de/ex-arbeitsminister-muentefering-spd-600-euro-rente-muss-doch-keine-armut-bedeuten/

vom September 2016 zukommen. Vielen Dank

Der Grund, dass ich den Artikel hier aufgreife, ist der SPD- Parteitag, der soeben stattfand.

SPD-Altprolli Müntefering (76) saß nämlich gestern auf diesem Parteitag der SPD immer noch inmitten seiner Parteikollegen und klatschte Beifall, zu Schulz‘ Sozial(Wahlkampf)parolen.

Ein „toller“ Kerl, der sich gern für die sozial benachteiligten Menschen in diesem Land einsetzt.

Sollte man denken…doch denkste…!

Dieser „tolle“ Kerl trat im September 2016 den Armutsrentnern der Sozialversagerpolitik seiner Partei durch Schröder und nicht zuletzt durch ihn, noch einmal mit Anlauf in den Hintern.

Müntefering äußerte sich zynisch über Altersarmut, in der ihm gewogenen Süddeutschen Zeitung.

„Nur weil jemand auf nur 600 Euro Altersrente kommt, muss er ja nicht arm sein.“

Seine Mutter, so führte er an, hatte keine Rentenansprüche, sein Vater schon. „Meine Mutter hätte nie das Gefühl gehabt, arm zu sein. Es war klar, dass das Haushaltseinkommen zählte.“

Als Ex-Vizekanzler und Ex-Arbeitsminister, in der Schröder-Ära, war er einer der hauptverantwortlichen Politiker denen wir die Agenda 2010 und somit auch die unsägliche Harz4-Reform verdanken.

Einer Reform des so genannten Arbeitsmarktes, mit der viele Menschen dauerhaft in unserem Land ins soziale Aus verdammt wurden.

Wie im Artikel berichtet wird, hatte der „gute“ Müntefering selbst allerdings sein Ausscheiden aus der Bundespolitik 2010 auf eine gar „rührende“ Weise geschafft, die er auch immer gern zur

Schau getragen hat.

Der Samariter „Münte“, wie er oft genannt wurde, entfloh der Schelte seines schändlichen Tuns am Sozialsystem, weil er damals seine sterbende Frau pflegen wollte.

Die Süddeutsche Zeitung berichtete pflichtbewusst von „bewegenden“ Abschiedsworten des Ex-Vizekanzlers und Arbeitsministers“, so der Text im Artikel.

Das Verwerfliche dabei ist, dass dieser Sozialproll sich das gönnte, was eben jenen Opfern seiner Reform nicht vergönnt war und ist.

Zitat Artikel Compact: „All seine Opfer, die Hartz-IV-Empfänger, hätten niemals einen nutzlosen Ein-Euro-Job kündigen dürfen,

um einen kranken Verwandten zu pflegen. Müntefering hatte allen Armen das verweigert, was er bei sich als große humane Tat inszenierte. Er hatte die Unterschicht zu einer sinnlosen, a-sozialen Existenz verdammt.“

Und genau das ist die Dekadenz solch senilitätsbefallener, politischer Großversager, die glauben, sich jetzt noch über ihre politischen Opfer lustig machen zu müssen.

Die Ursachen der niedrigen Rente sollte Müntefering, trotz scheinbar zunehmender Alterssenilität, eigentlich immer noch gut bekannt sein. War es doch Teil seiner Arbeit.

Die immer mehr auseinanderklaffenden Löhne sind eines der größten Probleme für die Rentenversicherung. Diese braucht Beitragszahler, die ordentlich arbeiten und damit Löhne erwirtschaften und keine Minijobber. Aber wie sollte das anders sein, wenn Schröder und er selbst dieses Land zum Billiglohn-Lager umfunktioniert haben?

Auch ein Schröder äußerte sich gerade in großen Worten zur heutigen Politik und vergaß scheinbar, welch Chaos seine „Regentschaft“, als Kanzler die heutigen schlechten,

sozialen Auswüchse hervor gebracht hat, an denen unser Sozialsystem heute mehr denn je krankt.

War es nicht auch ein Schröder, der den Bau der russischen Gaspipeline in der Ostsee kräftig mitgetragen hat? Und war es nicht ein Schröder, der nach der Amtsniederlegung in den Vorstand der Tochtergesellschaft der Gazprom wechselte?

Die Bruderküsse Schröders mit Putin sehe ich heute noch vor meinem geistigen Auge und dabei habe ich noch keine Anfälle von Senilität, wie scheinbar der vergreisende, Armutsrentner verhöhnende Herr Müntefering.

Noch verhöhnender finde ich in diesem Zusammenhang auch Schulz gestrige Wahlkampfparolen zur Rente:

Zitat:

Erstens: Wir stoppen das Absinken des Rentenniveaus.

Zweitens: Wir sorgen dafür, dass, wer jahrzehntelang gearbeitet

hat, im Alter nicht zum Sozialamt gehen muss.

Drittens: Wir garantieren auch der jungen Generation eine

auskömmliche Rente.

Viertens: Mit uns wird es keine Erhöhung des Renteneintrittsalters geben.“

Wer’s glaubt wird auch selig, wenn er nicht an Gott glaubt.

Vielleicht aber wird der gutgläubige Wähler des Blenders Schulz auch unselig, wenn er nach der Wahl die Augen und vor allem am Ende seines Arbeitslebens seine Geldbörse geöffnet bekommt.

Also: Go Home – Müntefering und pflegte deine Zipperlein.

An genügend Altersbezügen dürfte ja kein Mangel sein.

Matze Lentzsch für Bürgerforum Südbrandenburg

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