Nicht jedes „Bunte“ Treiben in der Faschingszeit ist eine Karnevalsveranstaltung

(Dieser Beitrag von mir wurde 08.06.2017 auf anderer Blogseite veröffentlicht)

Mein satirischer Abriss einer Veranstaltung, die schon im Februar stattfand, die ich Ihnen aber trotzdem nicht vorenthalten möchte.

Allerdings war diese Kundgebung alles andere als lustig und spiegelt die derzeitige politische Lage unseres Landes gut wieder.

Grund der AfD-Demo war die permanente Zerstörung eines Bürgerbüros der AfD in der Stad Finsterwalde(Kreis Elbe-Elster/Land Brandenburg, durch die Antifa und das Schönreden dieser Gewalt durch den Bürgermeister dieser Stadt(CDU).

Matze Lentzsch, Mitglied des Bürgerforum Südbrandenburg (http://www.buergerforumsuedbrandenburg.de/ )

Matze Lentzschhttp://buergerforumsuedbrandenburg.de/onewebmedia/Die%20Jecken%20von%20Finsterwaldemit%20Augenbalken%20fertig.jpg

Sie erinnerte an eine Karnevalsveranstaltung,

die dritte Demo gegen Extremismus.

Die Rede ist von einer dritten Demo im schönen Finsterwalde, im netten Südbrandenburg, meiner Heimat. Einer skurilen Demo, die der Bürgermeister (CDU) dieser Stadt kurzfristig, von einem, zum anderen Tag angekündigt hatte.

Ganz geschickt wurde diese nämlich zwischen einer AfD-Demo:

„AfD Demo gegen Extremismus“ und einer Antifa-Gegendemo:

„AfD gegen Extremismus-Verhinderungsdemo“platziert.

(Die Antifa hatte diese Demo selbst auf ihrem Blog mit: „Extrem(isten)gegen die AfD“ bezeichnen).

Böse Zungen könnten nun meinen, dass man damit die „AfD gegen Extremismus-Verhinderungsdemo“ der Antifanten, die eigentlich im Stadtpark der Stadt angemeldet war(dem zufolge eine recht gute, räumliche Trennung hatte), dann aber nicht statt fand, da man ja mit der, vom CDU-Bürgermeisters initiierten, dritten Demo gegen Extremismus und vor allem für TOLERANZ, die Antifa erst richtig nah an die „AfD Demo gegen Extremismus“ heran holen wollte.

…nicht den Faden verlieren Leute…

Auf diesem Weg gelang das nämlich sogar ganz offiziell, vor allem aber „natürlich in der guten Absicht“ der Deeskalation.

(Wer etwas Anderes oder gar etwas Böses dabei denkt, der sollte sich was schämen, denn alles andere wäre ja Blasphemie – im christlichen Sinne natürlich, denn der Herr Bürgermeister ist ja ein Christdemokrat, wie Frau Merkel und der Papst, der natürlich kein Demokrat ist aber dafür streng katholisch.

Also, für alle, die den Überblick dann doch verloren haben:

Demo 1(AfD) – blieb wie gehabt auf dem Marktplatze Finsterwalde.

Demo 2(Antifa) – angemeldet im Stadtparkt wurde hinfällig,

durch Demo 3.

Demo 3(nennen wir mal Bürgermeisterconsortium)

sollte irgendwie als Pufferdemo (wahrscheinlich zur Deeskalation) zwischen Demo 1 und Demo 2 wirken.

Demo 2 entfiel aber nun, da Demo 3 ja eine Sammeldemo wurde und man die Sprechchöre im Stadtpark leider sonst hätte auf dem Marktplatz, also bei Demo 1 nicht hören können.

Das konnte man natürlich nicht angehen lassen, denn dann wären die Antifanten der 2. Demo noch schneller heiser geworden, als sie das dann bei der 3. Demo schon waren.

Und wenn man sich zuvor noch, stirnrunzelnd fragte, gegen welchen Extremismus diese Zwischendrin-Demo denn nun sein sollte, zumindest bevor klar wurde, dass man die Antifa scheinbar unbedingt in direkter Konfrontation zur AfD haben wollte und daher wohl auch in Kauf nahm, dass es zu offenen Aggressionen kommen könnte,

so wurde schnell klar was diese bezweckte.

Sie war nicht gegen den linken Extremismus, der Extrem(isten),

die gegen die „Extremismus-Demo“ der vermeintlichen Extremisten aufgerufen hatten. Und dies auch noch mit einem aggressiven und eindeutigen Slogan: „EXTREM(isten) GEGEN DIE AFD“.

Sie war gegen den vermeintlichen „Extremismus“ der AfD, die (allerdings und eigenartiger Weise) zu einer friedlichen

„Demo gegen Extremismus“ aufgerufen hatte?

Fragte man sich zuvor noch, ob diese Demo gegen beides ist und trotzdem für ETWAS und ob diese Teilnehmer dann „Mittendrin-Extremisten“ oder „Extrem-mittige-Extremisten“ wären, so wurde allen Anwesenden schnell klar:

Es konnte Entwarnung gegeben werden…

Diese Demos für linken Extremismus oder gegen „rechten“ Extremismus oder für und gegen Mittendrinextremismus waren nur eine Faschingsüberraschung für alle Finsterwalder Bürger.

Man hatte einfach nur den Karnevalsumzug in diesem Jahr zum Markt verlegt.

Und dies direkt neben der Kundgebung der AfD und zwar zu ihren Ehren (wie es schien).

Denn man heißt schließlich in Finsterwalde, der toleranten, offenen, bunten und vor allem (sozial-christ-links-vielleicht auch ein wenig grünlichen) demokratischen Stadt JEDEN herzlich willkommen.

Und so hatte man eine kleine Bühne aufgebaut, mit schwarzen Fahnen, auf dem das Logo des „Karnevalsclubs der Antifanten“ zu sehen war. Viele schwarz gekleidete, kleine Jecken, die ihre Jeckenfahnen schwenkend, mit Trillerpfeifen und Tröten bewaffnet, der AfD-Demo zu jubelten und ihnen zu Ehren sogar Transparente gebastelt hatten.

Wie man hörte, sollen sogar einige Fans der schwarzen Jecken, aus ferneren Gefilden und eigens dafür nach Finsterwalde gekommen sein, um ihre Ehrerbietung zu erweisen.

Ein schöner Brauch!

Die Farbe „ROT“ schien, neben der Farbe Schwarz wohl ihre Lieblingsfarbe zu sein.

So mutete zumindest eines der Transparente an:

„Finsterwalde bleibt ROT“.

Das zweite Transparent schien wohl einigen Agrargenossen zu gehören, denn auf diesem konnte man irgend etwas von Kälbern lesen. Was allerdings Kälber mit Karneval zu tun haben könnten, war nicht ersichtlich.

Doch jedem nach seiner Fasson, so sagt man doch in der toleranten Stadt Finsterwalde und so sollte man auch den GRÜNEN Agrargenossen ihren Platz in der Gesellschaft lassen.

Wir sind ja schließlich tolerant.

Während die Redner der AfD „Demo gegen Extremismus“ ihre Reden, mehr oder weniger laut und mehr oder weniger energisch hielten und die rund 200 Zuschauer und Zuhörer im mittleren und reiferen Alter, deren Inhalten zu folgen versuchten, wurden Lobeshymnen und auch Büttenreden der schwarzen Karnevalistenjecken,

voller Toleranz, zu Ehren der AfDler geschwungen.

Unter dem Beifall und den Willkommensbekundungen des Bürgermeisterkonsortiums höchstselbst…äh, der 3. Demo natürlich. Diese Willkommenskultur, der zu Beginn noch etwa gleich vielen Menschen (vielleicht auch 2 oder 3 mehr, als 200 – zumeist junge Heranwachsende), war sehr überraschend und vor allem erfrischend.

TÄRÄ…, TÄRÄ…:

„NAZIS MORDEN, DER STAAT SCHIEBT AB – DAS IST DAS GLEICHE RASSISTENPACK…“

Tönte der erste Büttenslogan aus dem Megaphon der schwarzen Jecken und der Bürgermeister klatschte Beifall dazu…welch eine karnevalistische Ironie und so paradox in sich. Wenn man nicht wüsste, dass er selbst ein Vertreter des Staates wäre und wenn man nicht wüsste, es wäre nur ein Karnevalsslogan, so wäre es ein vielleicht ein Stolperstein auf dem kommunalpolitischen „Walk of Fame“, am Brunnen vor dem Tore, des Rathauses,

dieser schönen und TOLERANTEN Stadt.

Wie gesagt…wenn man nicht wüsste….!

Da die Büttenredner der schwarzen Karnevalsjecken so schrill und laut waren, zog sich,

zum Leidwesen der Besucher der 1. Demo, eine ganze Menge Karnevalisten oder Konsortiumssmitglieder dann doch zurück.

Vielleicht lag es aber auch nicht an den Büttenreden, sondern daran, dass 20:15 Uhr

auf Pro7 die allseits beliebte und bildungstechnisch sehr wertvolle Sendung: „Germany’s Next Topmoppel“ lief und für das ältere Semester auf ZDF: „Der Bergdoktor“.

Die kulinarische Versorgung dieser Veranstaltungen ließ, zumindest auf der Seite der schwarzen Karnevalistenjecken oder besser des Bürgermeisterkonsortiums etwas zu wünschen übrig.

Es gab leider nicht, wie erhofft eine Bockwurstbude oder einen mobilen Dönerwagen.

Es gab auch kein Kinderkarussell und Lebkuchenherzen mit:

„Ich liebe Euch doch Alle“ in Zuckerschrift

(natürlich und vor allem Glutenfrei).

Allerdings gab es auf der Seite der AfDler heiße Getränke

(leider ohne Alkohol).

Aber immerhin und alleine schon aus diesem Grund eine gute Wahl.

Alsbald waren die schwarzen Jecken dann so heiser, dass sie während der Reden der AfDler unbedingt und immer wieder zu ihnen wollten, um ihre heiseren und trockenen Stimmbänder mit den leckeren Heißgetränken(alkoholfrei) zu befeuchten.

Da aber die Schutzmänner überall waren und jeden Winkel der Marktgassen bewachten, spiele man das Spiel: „Räuber und Schutzmann“ mit ihnen und ließ sogar, wenn man vom Schutzmann gefangen wurde einen Böller steigen, der lautstark signalisierte…

SPIEL VORBEI!

Abschließend wäre zu sagen, dass ganz Finsterwalde leider nicht, wie erhofft auf den Beinen war. Was sicher daran lag, dass nicht jeder das Gehabe der Schwarzen Jecken mochte und es wurde sicher auch kein Volksfest sonders gleichen.

Aber vielleicht hätte diese Demo gegen Extremismus, gepaart mit den Nettigkeiten des „Karnevalsclubs der Antifanten“ und dem Bürgermeisterkonsortium eine Ära der gegenseitigen TOLERANZ einläuten können, mit Traditionswert und dann jährlich.

Vielleicht…, vielleicht aber auch nicht.

Jedenfalls wäre es ein prägendes Erlebnis an jenem Abend geworden, trotz der Büttenreden und trotz der heiseren Schwarzen Jecken, wenn…

Ja wenn da nicht der Tropfen Wermut gewesen wäre.

Die schwarzen Jecken der Antifa waren nämlich so in Feierstimmung, dass drei besonders tolle Jecken sich sogar mit zwei Besuchern der AfD Demo näher anfreunden wollten.

Als diese dies aber nicht mochten, da sie sich ihre Freunde allein aussuchen wollten, rutschten zweien der drei Jecken die Hände aus den Taschen, und das in einer Synchronizität, die man selten in der Natur finden kann.

Wie von Geisterhand trafen die Synchronhände auch gleichzeitig auf die Kinnladen der Besucher und ließ sie zu Boden gehen. Sicher war den Schwarzen Jecken, gerade in diesem ungünstigen Augenblick der Jecken-Schalk in den Nacken gesprungen und dieser ist bekanntlich sehr heimtückisch.

Da einer der Geschlagenen mit seinem Kopf auf einen Bordstein fiel, verlor es das Bewusstsein und der andere wurde beim Aufprall am Armgelenk übel verletzt.

Die Jecken wollten dann natürlich den (aus Versehen) Geschlagenen aufhelfen. Sonderbarerweise saß ihnen allerdings immer noch der Schalk im Nacken und so sah das vermeintliche Helfen nicht nach wirklicher Hilfsbereitschaft aus.

Da kam in jenem Augenblick ein Wagen um die Ecke und in ihm saßen ebenso zwei Besucher der Demo 1 „Gegen Extremismus“. Da diese aber den Schalk (der bekanntlich unsichtbar ist) in den Nacken der beiden Jecken nicht sehen konnten, hielten sie das Geschehen für eine böswillige Tat und beschlossen die Jecken zur Rede zu stellen. Da allerdings halfen weder die Büttenreden, noch die Synchronfäuste der vom Schalk befallenen, denn diesen beiden waren sie kaum gewachsen. Sie setzten die beiden Jecken, die durch ihren Schalk im Nacken wild um sich schlugen kurzerhand fest.

In jenem Augenblick kamen nun endlich auch die Schutzmänner hinzu, die bis dahin noch damit beschäftigt gewesen waren, den anderen Jecken das „Räuber und Schutzmann – Spiel“ auszutreiben. Die Schutzmänner sahen nur, die beiden Helfer in der Not, wie sie die beiden Jecken festgesetzt hatten und ergriffen ALLE umgehend, noch nicht wissend, dass die beiden Jecken mit den Synchronhänden „Opfer“ ihres Schalks im Nacken geworden waren.

Sehr zum Leidwesen der Geschlagenen, die sich im Anschluss vom Medicus behandeln lassen mussten und die noch lange an den Folgen zu tragen haben werden.

Über die vom „Schalk im Nacken“ befallenen Synchronhände-Jecken wird der Mann des Gerichtes alsbald ein Urteil fällen. Jene, die bezeugen können, was dort geschah, gab es zahlreich. Das ist mittlerweile amtlich.

So endete diese „Karnevalsveranstaltung“ doch nicht ganz so friedlich, wie sie hätte sein sollen und sicher auch nicht so,

wie es sich ein Bürgermeister vielleicht vorgestellt hatte

(oder vielleicht doch?).

Wären die Antifa-Schreihälse nicht, durch das Zutun des Veranstalters, der 3. Demo, zu welcher der Bürgermeister der Stadt aufgerufen hatte, ebenso auf dem Platz gelangt, so wäre die Zahl der der „Gegner“ der AfD Demo gegen Extremismus, wohl sehr überschaubar geworden.

Das Schlimme allerdings, an dieser ganzen „Für oder Wider“- Polemik ist, dass ein Bürgermeister nicht in der Lage zu sein scheint, durch Dialog und Konsens, ein friedliches Miteinander der politischen Kräfte in seiner Stadt zu gewährleisten.

Stattdessen fördert er, durch Aufrufe gegen eine politische Kraft, das Aggressionspotential von Leuten, die in seiner Stadt schon lange und Höchstselbst (und nicht nur verbal) für die Einschüchterung von Andersdenkenden verantwortlich zeichnen.

Dies tut er sicherlich in der Hoffnung, politisch Andersdenkende, mit diesem Mittel zum Zweck, vertreiben zu können.

Doch Demokratie funktioniert nun einmal anders.

Und es war in der Geschichte schon immer so, dass Dinge die man so vehement versuchte zu unterdrücken oder zu verbieten, noch weitaus schneller Zugang in der Gesellschaft gefunden haben.

Aber vielleicht ist es ja auch so gewollt?

Vielleicht ist es im Finsterwalder Rathaus ja so wie es der Schriftsteller Jean Paul schon einmal beschrieb:

„Nichts ist gefährlicher, als zwei Menschen auszusöhnen.

Sie zu entzweien ist viel sicherer und leichter.“

Aber dies bleibt ein Gedankenspiel.

Vielleicht sollte man beim nächsten mal, im Rathausstübchen einfach darüber nachdenken, bevor man mit frommen Sprüchen, Wind säht und dann hofft etwas anderes als Sturm ernten zu können.

Politisch ist dieses Ausspielen von politischen Oppositionskräften die beste Methode, um von der derzeitigen Misspolitik unseres Landes abzulenken. Frei nach dem Motto:

„Wenn man sich an der Basis die Köpfe einschlägt, dann können die Bonzen weiter ihre Machtspielchen spielen“

Und darauf ein dreifaches: HELAU

Euer Matze Lentzsch

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