Gehört Luther (noch) zu Deutschland?

(Dieser Beitrag von mir wurde 12.06.2017 auf anderer Blogseite veröffentlicht)

Bericht einer Buchlesung des Autors Dr. phil.Klaus-Rüdiger Mai,

die mich sehr beeindruckte.

Matze Lentzsch

Kopie vonFoto mit Autor Mai

© by Matze Lentzsch

Ein Abend der Eindrücke hinterließ.

Emotionale und sehr positive Eindrücke

„Gehört Luther (noch) zu Deutschland“

Der Autor des Buches: „Gehört Luther zu Deutschland“,

Dr. phil. Klaus-Rüdiger Mai, erfolgreicher Roman- und Sachbuchautor, Dramaturg und Regisseur stellte sein Buch vor und gab in der anschließenden Podiumsdiskussion Antworten auf die zahlreichen Fragen der Zuschauer.

Kernfrage des Autors: Brauchen wir eine neue Reformation?

Und ja…sein Statement dazu ist…Wir brauchen eine neue Reformation und Menschen, die den Politikern Grenzen setzten.

Ich stieß zum ersten Mal auf ihn durch einen brillianten Artikel von Vera Lengsfeld, danach war diese Lesung und sein Buch ein MUSS.

http://vera-lengsfeld.de/2017/02/21/gehoert-luther-zu-deutschland/

Unsere Landtagsabgeordnete der CDU Anja Heinrich(in ihrer eigenen Partei nicht immer geliebt) lud am 23. März, gemeinsam mit der Konrad Adenauer Stiftung zu dieser Buchlesung der besonderen Art ein.

Zum diesjährigen Reformationsjubiläum wurde und wird Luther, literarisch von verschiedenen Autoren beleuchtet.

Klaus-Rüdiger Mai aber brachte den Reformator von der Vergangenheit in die Gegenwart.

In dem Buch stellt er sich, vor allem aber auch dem Leser die Frage:

Gehört Martin Luther „noch“ zu Deutschland oder ist er überholt?

Wer seine anderen zahlreichen, literarischen Werke kennt, wurde von diesem Buch nicht wenig überrascht.

Aus seiner Feder stammen Biographien über Luther und Dürer genauso, wie spannende historische Romane und Krimis und wie er im Gespräch mit Anja Heinrich ausführte, sollte auch dieses Buch ein gediegeneres, akademischeres Buch werden.

Ein Schlüsselerlebnis im Herbst 2015 gab ihm allerdings,

nach seinen eigenen Ausführungen, einen anderen Impuls.

Er sollte auf einer Veranstaltung zum Reformationstag einen Vortrag halten.

Angeregt durch die zunehmenden Eindrücke in diesen bewegten Tagen, des Herbstes 2015, wurde sein Thema aber nicht Luthers Leben und Schaffen.

Da er, so wie viele Menschen in diesem Land immer mehr das Gefühl bekam, dass plötzlich eine Mediengewalt über ihn hereinbrach.

Diese ging einher mit Verdächtigungen und Verketzerungen.

Viele Standpunkte waren plötzlich nicht mehr diskutabel und es durfte nicht mehr alles gesagt werden.

Er war sich sicher, dass diese Dinge nicht dem Sinn vom Luthers Reformationsgedanken und dem Streben nach freier Meinung und freiem Denken entsprachen.

Herr Dr. phil. Mai war der Meinung, dass die Menschen 1989 nicht dafür auf die Straßen gegangen sind, um sich nun wieder einer Meinungsgleichmacherei unterordnen zu lassen.

So hielt er also den Vortrag unter dem Motto:

„Martin Luther und die Meinungsfreiheit“.

Nach diesem Vortrag erntete er plötzlich viele, finstere Blicke.

Besonders von Religionslehrern, so seine Aussage.

Er hatte das Gefühl, sich der politischen Lage kritisch zu stellen und sie offen zu beleuchten, war plötzlich nicht politisch korrekt.

Dies hat ihn sehr erschüttert.

So also wurde in seinem Herzen der Grundstein gelegt für eine kritisches, statt eines rein akademischen Buches über Luther und dessen Verbindung in unsere Zeit.

Ein Buch, in dem er persönlich Verantwortung übernimmt.

Im April 2016 sagte er in einem Interview mit Christiane Baumann von Schattenblick.de:

http://www.schattenblick.de/infopool/bildkult/report/bkri0037.html

„Ich werde Verantwortung übernehmen.

Verantwortung, der ich mich nicht entziehen kann.

Verantwortung für das, was wir ererbt,

was mir meine Eltern mitgegeben haben,

wie für das, was wir unseren Kindern hinterlassen.

Wenn unser Land plötzlich nicht mehr durch demokratische Diskussion

und Entscheidung, sondern durch die Selbstermächtigung einer

Bundeskanzlerin verändert wird.

Wenn einflussreiche politische Kräfte ein neues Deutschland durch die Hintertür einführen wollen, ohne

1. hinreichend zu erklären, wie sie sich dieses neue Deutschland vorstellen, und sie

2. den Souverän nicht befragen, ob er sich von seinem „alten“ Deutschland verabschieden möchte, dann befinden wir uns nicht mehr auf dem Boden der Demokratie.“

In einem sehr erfrischenden Diskurs mit Anja Heinrich und uns, den Gästen dieses eindrucksvollen Abends zog der Autor Parallelen zwischen Luthers Streben nach Freiheit und Vielfalt der Meinung in seiner Zeit und der Notwendigkeit diese heute zu erhalten und zu fördern und sie nicht der Willkür der herrschenden Eliten zu überlassen.

Dies CDU Landtagsabgeordnete scheut sich, im Gegensatz zu anderen Mitläufern ihrer Partei nicht, mit klugen Köpfen anderer Parteien zu diskutieren und auch gemeinsam nach politischen Lösungen zu suchen, was nicht jedem ihrer Parteikollegen gefällt.

Doch dieser Diskurs ist wichtig, so bekräftigten beide, um nicht nur in der eigenen Partei, sondern in der Politik festgefahrene Strukturen neu beleuchten, bewerten und gegebenenfalls ändern zu können.

Auch sei es wichtig, dass die Bürger es nicht hinnehmen, dass Politik ohne sie und über ihren Köpfen hinweg gemacht wird.

Er begrüßte es sehr, dass auch in unseren ländlichen Gefilden, wie Anja Heinrich ausführte, Menschen öffentlich auf die Straßen gehen und friedlich aber unerschrocken ihren Unmut über so manche politische Fehlentscheidung auszudrücken.

Anja Heinrich kritisierte auch den Umgang der eigenen Partei mit Mitgliedern, die ebenso einen politischen Konsens mit anderen Parteien, zu Gunsten der Bürger suchen und dafür auch Repressalien in Kauf nehmen müssen.

Dr. phil. Klaus-Rüdiger Mai stellte schon im April 2016 in einem Artikel des Deutschen Arbeitgeberverbandes fest:

https://www.deutscherarbeitgeberverband.de/aktuelles/2016/2016_11_21_dav_aktuelles_diskriminierung.html

„Die deutsche Demokratie leidet an der Arteriosklerose der Parteien.

Ein Grund hierfür besteht in der allzu langen personellen Kontinuität.

Einst als Orte der politischen Willensbildung gedacht, haben sich die Parteien in Machterhaltungsapparate ohne Innovationskraft verwandelt, die keine Ideen hervorzubringen scheinen.

Macht und Postenerwerb avancieren zum Hauptzweck, politische Diskussionen und demokratische Mitwirkung verkümmern.

Angehörige freier Berufe, Selbstständige, können sich kaum für ein Mandat bewerben, weil allein der zeitliche Aufwand des Wahlkampfes sie wirtschaftlich ruinieren würde, denn all jene werden im Gegensatz zu Partei- oder Staatsangestellten für den Wahlkampf nicht freigestellt oder können sich diese Freistellung nicht erlauben. Das führt zu einer erheblichen Verzerrung der sozialen Zusammensetzung des Bundestages.“

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion wurde die Fragestunde rege von den anwesenden Besuchern genutzt und auch nach der Veranstaltung war der Autor sehr diskussionsbereit.

In einem längeren, persönlichen Gespräch, das ich im Anschluss an die Buchsignierung mit ihm führen durfte, bekräftigte er noch einmal, dass jeder Bürger dieses Landes gefragt ist sich politisch zu engagieren und er bekräftigte nochmals, das Bürgerbewegungen,

so wie wir, vom Bürgerforum Südbrandenburg http://www.buergerforumsuedbrandenburg.de/

https://www.facebook.com/BuergerforumSuedbrandenburg/

wichtig sind für einen Reformprozess der zur unbedingten Erhaltung unserer demokratischen Werte in unserem Land beitragen soll und muss.

Auf die Frage nach seiner Meinung über die neue Ausdrucksweise unserer Bundespolitiker, im Hinblick auf den Austausch der Bezeichnung: „Bevölkerung Deutschlands“ durch: „Jene, die hier schon länger leben“, antwortete er mit einem Zitat aus einem seiner Artikel: „Diskriminierung als Staatsziel“, der auf der Seite des Deutschen Arbeitgeberverbandes veröffentlicht wurde.

Zitat:

>>Indem „Diejenigen, die schon länger hier leben“,

denjenigen gegenübergestellt werden,

„die neu dazugekommen sind“, spielt man nicht nur

Bevölkerungsgruppen gegeneinander aus und betreibt

Desintegration, sondern beginnt die schleichende,

aber konsequent betriebene Entrechtung der

deutschen Bürger, denn die sind es,

die „positiv diskriminiert“ werden sollen.<<

Er bekräftigte nochmals, dass Mensch, wie Anja Heinrich in ihrer Partei und Menschen, wie wir, die für die Erhaltung der Demokratie und die Werte unserer Gesellschaft auf die Straßen und in die Gremien gehen und die es nicht hinnehmen wollen, dass Politik nur um der Politik willen gemacht wird, die Antriebsmotoren sind, um einen neuen Reformationsprozess in unserem Land einzuleiten.

Dass wir die neuen Reformatoren sind und auch jeder, der es nicht hinnehmen will, dass Politik über die Köpfe der Menschen dieses Landes hinweg gemacht wird.

Und so ist Herr Dr. phil. Klaus-Rüdiger Mai für mich ein Reformator, der sich nicht den Mund verbieten lässt.

Ich kann nur jedem empfehlen sein Buch:

„Gehört Luther zu Deutschland“ zu lesen.

https://www.thalia.de/shop/home/rubrikartikel/ID44339505.html?ProvID=11000522

Es ist ein Werk, das Augen öffnet.

Gerade in der heutigen, bewegten Zeit.

Ein Werk das Luthers Thesen zu den unsrigen macht.

Zwar in neuem Kontext einer neuen Zeit,

in ihrem tieferen Sinn allerdings in gleicher

Weise heute noch gültig.

Seine Biographie stellen wir mit seiner höchst eigenen Genehmigung hier auf unserer Internetseite http://www.buergerforumsuedbrandenburg.de/

unter der Rubrik:

http://buergerforumsuedbrandenburg.de/von%20uns%20empfohlen-%20dr.phil.%20klaus-r%C3%BCdiger%20mai.html

Matze Lentzsch für Bürgerforum Südbrandenburg

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